Stockt eure Agile Transition?

Stockt eure Agile Transition? 

Bereit für Transformation?

Kannst du dich noch an die Euphorie erinnern, als es in eurer “agilen Transformation” losging? Womöglich warst du voll Feuer, hast die Bewegung mit getragen und wurdest in einem inspirierenden Kurs zum Scrum Master, Scaling Agile Berater oder Product Owner ausgebildet.  Da war euphorische Stimmung, die dich und deine Kollegen verbunden hat, weil ihr gespürt habt, dass ihr in eine neue Arbeitswelt aufbrecht, wo es einem Hochgeschwindigkeitszug gleich im Innenraum komfortabel ist und man sich in unglaublichem Tempo durch jedes Wetter hindurch Zielen nähert (?)

Führungskräfte und “Coaches” erzählten von neuen – menschlicheren – Werten, die von nun an gelebt werden. Prinzipien wurden vorgestellt, die teilweise eine vollkommene Kehrtwende im Vergleich zur bisherigen Praxis bedeuten. Neue Begriffe für Besprechungen, Artefakte und Rollen. Jede Menge Verwirrung war auch da, weil die neue Sprache zunächst von jeder Kolleg*in anders verstanden wurde. Einige Stimmen äußerten sich kritisch, aber die Wucht “des Zuges” nimmt sie auch mit.. Womöglich waren da auch Berater, die bereits an anderen Orten agil gearbeitet haben und “genau wussten”, wie “agil” funktioniert, weil sie “es” schon an unzähligen Orten erfolgreich “eingeführt” haben. Da gab es auch Pioniere der eigenen Organisation, die davon erzählten, wie “Agil” in ihrem Kontext zu einem neuen Miteinander und grossen Erfolgen geführt hat. 

Wie fühlt es sich heute an? 

Ich habe einerseits beobachtet, wie tatsächlich nachhaltige Bewegungen in Gang gesetzt wurden, die auch heute florieren. Viel, viel öfter habe ich beobachtet, wie nach außen ein Riesenerfolg zelebriert wurde, aber gar keine nachhaltige Veränderung initiiert wurde: “Wir haben die Agile Transformation erfolgreich abgeschlossen!” 

In diesen Fällen sind zu den bestehenden Strukturen und Prozessen neue hinzugekommen. Oft wurden diese “Transformationsprojekte” unter Hochdruck und mit enormem, kräftezehrendem Einsatz aller über die “Ziellinie” geschleppt. Sobald vorgegebene Ziele bedroht waren, wurde auf altbewährte Methoden und Werte gesetzt. Frühere Pioniere und lästige Evangelisten wurden spätestens dann “entsorgt” oder haben bereits aufgegeben. Die neuen Begriffe sind geblieben.

Die führenden Kräfte der Initiative machten im Unternehmen oder bei einem neuen Arbeitgeber Karriere und die Berater zogen weiter zum nächsten Kunden. Zusammen stehen sie auf Bühnen, um “ihre” Geschichte zu verbreiten.

Neue Führungskräfte übernehmen und bringen neue Berater, die Agilität woanders “erfolgreich eingeführt” haben.

Kommt dir das bekannt vor? Dann sitzt du an einem jener Orte, wo ein Transformationsvorhaben gescheitert ist: Je nach Studie bis zu 85% (!) 

Enttäuscht? Dann bist du bist genau am richtigen Ort für /deine/ Transformation! Deine Organisation ist ebenfalls am richtigen Ort. Die Frage ist, ob man sich jetzt für Evolution oder die Wiederholung der Vergangenheit entscheidet. Die Intention, die in den Prozess eingebracht wird, entscheidet. 

Transformation bei Menschen wird seit dem Beginn der Menschheit erforscht. Das Wissen wird in unserer Kultur erstaunlicherweise penetrant ausgeblendet, gerade wenn es eigentlich um Transformation – egal ob in Unternehmen, in der Politik oder in der Gesellschaft –  geht. Insbesondere die “inneren Wissenschaften” – also die Weisheitstraditionen der Welt – halten Wissen über Praxis, die erprobt ist.

Es transformieren nicht die Prozesse, Strukturen und Praktiken, sondern die Menschen. Es gibt Strukturen und Praktiken, die Menschen unterstützen zu transformieren.

Transformation ist das sich Bewusstwerden, Transzendieren und Integrieren unterbewusster emotionaler, geistiger und physischer Strukturen, die in der heutigen Realität einer Selbst oder einer Organisation hinderlich sind und deshalb “Schmerzen” verursachen. 

Gerade diese Schmerzen sind wichtige Hinweise auf das Unterbewusste! Das gilt für die Einzelnen, aber auch im Kollektiv: In der Agilität spielen “Impediments” deshalb eine so zentrale Rolle. 

Transformation passiert in Zyklen, sobald man einen Zyklus “geschafft” hat, kommt der nächste, um sich weiter zu entwickeln.

Ent-Täuschung ist der Beginn von Transformation, wenn man sie wörtlich liest und als das Ende einer Illusion ansieht. Jetzt ist Realisierung möglich – man sieht was ist, wenn man bereit dazu ist. 

Das ist die Grundlage zur Entscheidung für einen neuen Weg. Ent-Scheidung wörtlich genommen, könnte als die Integration von scheinbar unvereinbaren Gegensätzen angesehen werden. 

Man kann bei genug “innerem Raum” Innovation zulassen und nun die richtigen Aktivitäten zur Entwicklung setzen. Die Ent-Wicklung eines Knäuels von komplizierten Denk-Strukturen, die uns heute nicht mehr dienen. Das ermöglicht mehr von dem, was wir gemeinhin als “Flow” bezeichnen. 

Transformation kommt von innen, beim Einzelnen und dem Kollektiv. Das bedeutet, dass niemand Transformation “für dich” erledigen kann.

Die Transformation in Einzelnen führt zur Transformation des Kollektivs. Weiter-entwickelte Menschen können sich zu komplexeren Organisationsformen zusammenschliessen. Agile Organisationen sind “hochkomplexe, bewusste Wesen” und können somit effektive Lösungen für die durch Digitalisierung immer komplexer werdende Welt schaffen. Agilität ist nicht das Ende der Fahnenstange, die nämlich kein Ende hat. Indem sie sich weiter-entwickeln, behalten Organisationen Relevanz. Digitale Hochtechnologie benötigt “Soziale Hochtechnologie”, um sie effektiv – also evolutionär sinnvoll –  nutzen zu können. Digitale Hochtechnologie, in Händen von egozentrisch geführten Organisationen, stellt eine grosse Gefahr für uns alle dar.

Die Transformation bei der Einzelnen wird durch eine kollektive Bewegung beschleunigt.

Es macht also Sinn eine bewusst auf Entwicklung ausgerichtete Organisation zu schaffen.

Diese innere Reise für jeden und jede Einzelne/n in der Organisation zu organisieren ist heutzutage die Aufgabe von effektiver Führung, wenn wir uns insgesamt weiterentwickeln wollen. Als Alternative dazu zementieren wir Strukturen, die den überall sichtbaren Symptomen von ökologischer, sozialer und psychologischer Erschöpfung zugrunde liegen.

Die Führung einer Organisation schafft durch ihre eigene Transformation Raum für die Transformation ihrer Organisation oder blockiert, wenn sie sich nicht weiterentwickelt.

Menschen, die in ihrer Transformation “weiter” sind, können anderen Menschen und Organisationen bei ihrer Transformation helfen. Dementsprechend müssen auch Coaches und  Berater, ihre Organisation und deren Führungskräfte in “ihrer” Transformation weiter sein, als ihre Klienten. Sie müssen in der Lage sein die Werte authentisch zu verkörpern, die der Kultur zugrunde liegen, deren Entstehung sie unterstützen wollen und sich von dort stetig weiterentwickeln. 

CoGrow.Space  ist ein Raum für gemeinsames Wachstum – für unsere Klienten und uns selbst. In unseren kohorten-basierten Programmen bieten wir agile Coaches und visionären Beratern und Führungskräften eine temporäre, bewusst auf Entwicklung ausgerichtete Organisation, wo sie ihre individuelle Transformation initiieren können. Die Teilnehmer erwerben das Wissen, erlernen Praktiken, die sie sofort in ihrer eigenen agilen Transformation und unter unserer Supervision einsetzen. Sie erlernen, wie man für Menschen und ihren Organisationen den Raum für Transformation gestaltet und sie auf ihrem Weg begleitet.

Die Inhalte unserer Programme umfassen neben Wissen über Werke, wie dem Integral Transformation Framework, Theorie U, Immunity to Change, Adaptive Action, Leadership Circle auch Wissen aus Evolutionspsychologie, Organisationsentwicklung und Professionellem Coaching. Vor allem sollen Teilnehmer Transformationsarbeit im tiefsten Sinn an sich selbst und in einer Kohorte erfahren. 

 “Private Kohorten” für Teilnehmer aus einem Unternehmen können als Kern einer nachhaltigen, regenerativen Transformation innerhalb der eigenen Organisation dienen, um einen Wandel “von innen” zu ermöglichen. Hier macht es Sinn, wenn in der Kohorte das gesamte System und vor allem auch die Führung direkt repräsentiert ist. 

Die Programme sind von ICAgile akkreditiert und die Teilnehmer erhalten entsprechende wissensbasierte Zertifikate  (ICP-ENT, ICP-CAT), die als Grundlage zur Erlangung des kompetenz-basierten Zertifikats (ICE-EC) dienen.

Nur die Handlungen jedes Einzelnen können das Ganze voranbringen. Bereit für die Reise?

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